07/Mä
Robert Bichler
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Interview mit dem ABC-Star Sebastian Huber (Die Tagespresse)

Egal ob Ministerin, Bundesparteiobmann, Papst, Unternehmen oder Fußballverein, „Österreichs seriöseste Onlinezeitung“ Die Tagespresse berichtet seit dem Jahr 2013 täglich. Dass man es mit dem Wahrheitsgehalt der Meldungen nicht immer so genau nehmen darf, dürfte vielen spätestens nach dem vermeintlichen Aufenthalt Edward Snowdens in Wien klar geworden sein.
Mittlerweile ist Die Tagespresse einer der größten und bedeutendsten Blogs in Österreich und verzeichnete im Jänner 2016 laut Österreichischer Webanalyse fast 1,2 Millionen Besuche. Im Jahr 2015 wurde Die Tagespresse beim Österreichischen Kabarettpreis mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

In seinem Vortrag HC Strache gefällt das nicht! So entsteht der Content der Tagespresse wird uns Sebastian in das Erfolgsgeheimnis des Blogs einweihen und einen Ausblick auf kommende Projekte geben. Wir haben ihm vorab schon einmal fünf Fragen gestellt.

 

ABCstar Speaker Sebastian Huber

 

Sebastian, wie bist Du zur Tagespresse gekommen?

 

Ich habe während meiner Zeit im Journalismus immer wieder satirische Tweets geschrieben. Tagespresse-Gründer Fritz Jergitsch hat mich im September 2014 direkt auf Twitter gefragt, ob ich bei ihm mitmachen will.

 

Welche Kanäle nutzt Ihr im Internet und wie verdient Ihr damit Geld?

 

Den meisten Traffic holen wir über Facebook auf unsere Seite. Durch die Tagespresse-App können wir das schrittweise reduzieren, um unabhängiger von der Plattform zu werden. Auf unserer Seite selbst kann man Werbebanner buchen. Außerdem schreiben wir Advertorials im Tagespresse-Stil, die als bezahlte Anzeigen online rausgespielt werden.

 

Welcher Social Media Kanal ist für euch der Wichtigste und warum?

 

Eindeutig Facebook. Hier ist die Tagespresse groß geworden und hat ihre Fan-Basis. Twitter ist in der Hinsicht kaum relevant für uns. Kurz haben wir auch mit Instagram experimentiert. Durch die hohe Interaktionsrate unserer Leser kommen wir an Facebook nicht vorbei.

 

Wie siehst Du die Zukunft der Tagespresse bezüglich Monetarisierung und Inhalte?

 

Advertorials kommen bei unseren Lesern und Kunden gut an. Je mehr kreative Freiheit uns der Auftraggeber lässt, desto lustiger werden sie. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Was Inhalte betrifft, experimentieren wir gerade mit verschiedenen Video-Formaten. Wir denken, dass die Tagespresse im Bereich Video noch großes Potenzial hat. Textlich bleiben wir unserer Linie treu. Zusätzlich zu den klassischen Berichten versuchen wir auch neue Formate und Listicles einzubauen, um für Abwechslung zu sorgen.

 

Wenn Du einem/einer angehenden BloggerIn nur einen einzigen Tipp zum Start mitgeben dürftest – wie würde dieser lauten?

 

Einfach machen. Es klingt so abgedroschen, aber wenn man nichts produziert, wird man nicht besser. Wenn man sich zu viel sorgt, wie das wohl die eigene Social-Media-Blase wahrnimmt, ist man tot, bevor man sich überhaupt bei WordPress angemeldet hat.

 

Sebastian, vielen Dank für das Interview!

Robert Bichler

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